Projekt Beschreibung

Die Rebe ist ein natürlicher Burgundersämling.

Der St. Laurent wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch den deutschen Apotheker und Weinbaupionier Johann Philipp Bronner aus Frankreich nach Deutschland eingeführt. Von dort aus verbreitete sich die Rebsorte in die Nachbarländer, wo sie in Österreich noch relativ häufig vorkommt. Im Stift Klosterneuburg wurde sie erstmals 1860 ausgepflanzt und verbreitet. Die erste urkundliche Erwähnung des St. Laurent in Österreich stammt aus dem Jahr 1860.

Der Name rührt möglicherweise von der Essreife der ersten Beeren um den Laurenzitag (10. August) her.

Die Familiengeschichte des St. Laurent ist gar nicht so traditionell und ähnelt der einer gar nicht so seltenen Familienform heutzutage. Als Mutter gilt die Pinot noir Rebe als gesichert, der Vater ist … unbekannt.

St. Laurent ist eine herausfordernde Rebsorte, vielleicht ist das der Grund warum weltweit nur 3664 ha (Stand 2009) ausgepflanzt waren, davon in Österreich 778 ha und davon wiederum 334 ha im Anbaugebiet Neusiedlersee und 148 ha in der Thermenregion.

In Deutschland waren es mit Stand 2015, 643 ha, in Tschechien 1291 ha und in der Slowakai 939 ha.

St. Laurent wurde auch für einige Neuzüchtungen verwendet:

Zweigelt (1922 – Klosterneuburg), André (1961 – Slowakai) und Neronet (1991 – Tschechien)

Wurzinger Igel transparentTiefdunkles Rotviolett schimmert im Glas. Im ersten Duft dominieren fast süße Elemente, wie sonnengereifte Heidelbeeren und Brombeeren, danach erst mischen sich Röstaromen und dieses Jahr intensiv Veilchen und burgundische Noten in das attraktive Bukett.

Auch am Gaumen dominieren Heidelbeeren, süße Kirschen und dunkle Früchte, die finessenreich mit den Tanninen zu einem geschmeidigen, engmaschigen Tropfen, mit toller Textur und langem, blumigen Abgang verschmelzen.

Für uns ist der St. Laurent ein wahrer Gentleman.

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